Aktuelle Meldungen

der Bergrettung Riezlern

27.01.2017

Alpine Notlage an der roten Wand

Am 26.1.207 wurde die Ortsstelle Riezlern zusammen mit dem Hubschrauber Gallus 1 zu einer alpinen Notlage alarmiert.

Auszug aus dem Polizeibericht:


Am 26.01.2017 gegen 16:30 Uhr bestiegen zwei deutsche Urlauber den Grat von der Bergstation der Kanzelwandbahn Richtung Gehrenspitze. Auf halber Strecke auf dem Grat schnallte sich der 30-jährige Wintersportler seine Alpinschi und sein 32-jähriger Begleiter sein Snowboard an. Beide fuhren danach in den Westhang, die sogenannte "Rote Wand" ein. Der voraus fahrende 30-jährige Schifahrer stürzte daraufhin über einen 20 Meter hohen Felsvorsprung ab; der hinterher fahrende 32-jährige Snowboardfahrer konnte einen Absturz gerade noch verhindern. Er konnte sich an einem dünnen Baum festhalten. Mit seinem Handy verständigte er einen Bekannten; dieser alarmierte die Rettungskräfte.


Die Bergrettung Riezlern konnte in Zusammenarbeit mit dem Hubschrauber Gallus 1  beide Personen im allerletzten Licht des Tages aus der Wand retten und ins Tal fliegen. Mehrere Teams wurden dazu per Tau in die Wand geflogen und konnten zunächst beide Personen sichern und für die Taubergung vorbereiten. Desweiteren wurde alles für eine große terrestrische Rettungsaktion vorbereitet da nicht klar war ob eine Bergung per Hubschrauber aufgrund einsetzender Dunkelheit noch mögllich war. Hierzu wurde auch die Nachbarortsstelle Mittelberg-Hirschegg alarmiert.


Es standen insgesamt 15 Bergretter der NAH Gallus 1, die Betankungsmannschaft, der RTW der Walser Rettung und ein terrestrischer Notarzt im Einsatz.


 

20.01.2017

Lawineneinsatz Hammerspitze

Am 19.01.2017 wurden wir um 15:10 Uhr zu einem Lawineneinsatz an der Walser Hammerspitze gerufen.

Am 19.01.2017 gegen 15.00 Uhr stiegen vier deutsche Schitourengeher von deutscher Seite auf die Walser Hammerspitze (2170 m) auf und beabsichtigten an der Nordseite nach Riezlern abzufahren. Ein 66 Jahre alter Mann aus Langenwang fuhr als erster der Gruppe vom Gipfel in die ca. 40 Grad steile Flanke ein und positionierte sich anschließend neben der Rinne an einem sicheren Standplatz. Als unmittelbar darauf ein ebenfalls 66 Jahre alter Mann aus Sonthofen in den Hang einfuhr löste sich nach wenigen Schwüngen wenige Meter oberhalb von ihm ein ca. 40 Meter breites Schneebrett mit einer Anrisshöhe von ca. 70 - 80 cm. Der Mann wurde von den Schneemassen durch eine zum Teil felsdurchsetzte Steilrinne ca. 500 Meter mitgerissen und im Auslauf bis in Brusthöhe verschüttet. Seine Begleiter fuhren daraufhin durch schwieriges Gelände ab und konnten ihn nach kurzer Oberflächensuche auffinden. Der Verschüttete war ansprechbar und konnte nach kurzer Zeit von den Begleitern freigelegt werden. Nachdem einer der Schitourengeher einen Notruf abgesetzt hatte wurde der Mann vom Hubschrauber C8 der Flugrettung Vorarlberg mittels Tau geborgen und ins Krankenhaus nach Immenstadt geflogen. Nach ersten Erkenntnissen zog er sich eine Wirbelsäulen- und Beinverletzung zu. Am Einsatz waren 20 Mitglieder der ÖBRD Kleinwalsertal, ein Hundeführer der Hundestaffel Vlbg. ,5 Beamte der Alpinen Einsatzgruppe Kleinwalsertal und die Hubschrauber Libelle und C8 beteiligt.

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